Odenwaldklub Viernheim auf Wanderfahrt nach Bramberg am Wildkogel in den Nationalpark
Hohe Tauern
Eine Reiseteilnehmerin berichtet

Vom 3. – 9. Juli 2016 verbrachte der OWK Viernheim mit 42 Teilnehmern herrliche Tage im Gebiet des größten Österreichischen Nationalparks Hohe Tauern. Die Anreise mit dem Bus von Viernheim nach Bramberg am Wildkogel ins Hotel Kaserer verlief problemlos. Nach dem Zimmerbezug und kurzem Rundgang durch den Ort gab es abends im Hotel ein leckeres Bauernbüfett.

Am nächsten Morgen, nach einem guten, stärkenden Frühstück, startete unser Bus nach Habach im Pinzgauer Salzachtal. Genau da mündet das Habachtal, das an diesem Tage erwandert werden soll. Leider darf unser Bus nicht in dieses enge Tal einfahren, so stiegen alle um und ein Wanderbus fuhr bis zum Gasthof Alpenrose hinauf. Im Habachtal gibt es die einzigen Smaragdvorkommen in Mitteleuropa. Ganz besonders ist der neu angelegte Themen-Wanderweg, „Der Smaragdweg“. Hier erlebt der Wanderer einerseits die landschaftliche Schönheit der Natur und andererseits gibt es viel Informationen über die Mineralogie und Geologie des Habachtales. Leider haben wir keine Smaragde herausschlagen können. Durch die vielen Hinweistafeln und umherschauen in dieser schönen Natur haben wir mehr Zeit verbraucht, als geplant war. Im Tal angekommen, wurde der zweite Teil dieses Tages in Angriff genommen und die Fahrt mit unserem Bus bis Hollersbach zur Kitz-Panoramabahn. Dort  bestiegen wir die Gondeln und auf ging es zum Resterkogel auf 1.894 m Höhe. Dort bot sich bei einem Spaziergang ein wunderbarer Rundblick auf die umliegenden Berge. Auch hier verging die Zeit viel zu schnell und nach der Talfahrt bestiegen wir unseren Bus, um ins Hotel zurückzufahren.

Der folgende Tag hatte die Gletscherwelt und den Weißsee zum Ziel. Von Uttendorf (804 m) ging es durch das Stubachtal 13 Kehren hinauf auf den Enzingerboden (1.482 m). Unser Busfahrer leistete Schwerarbeit und bekam oben den verdienten Beifall von seinen Fahrgästen. Von hier aus ging es mit 6er-Gondeln über die Mittelstation Grünsee (1.740 m) zur  Bergstation Berghotel Rudolfshütte am Weißsee (2.300 m), in ein hochalpines Wander- und Aussichtseldorado, eine Welt der Gletscher und 3.000er Gipfel. Es ist ein imposantes Ausflugsziel für Spaziergänger, Wanderer und Bergprofis. Genau das Richtige für die OWK-Wanderer mit den verschiedenen Leistungsstufen. Hier oben fand wirklich jeder das Richtige für sich heraus. Einige blieben auf der Terrasse der Rudolfshütte und genossen die Aussicht und den Sonnenschein. Andere suchten sich einen Weg um den Weißsee und die Unermüdlichen liefen weiter zum Doppelsessellift Medelz und ließen sich noch bis zum Medelzplateu auf 2.600 m Seehöhe bringen. Hier hat man inmitten der Gletscher einen herrlichen Panoramarundblick bei freiem Himmel auch auf die 3.000er Gipfel.

Auch der nächste Urlaubstag brachte neue Erlebnisse. Mit dem Bus nach Neukirchen am Großvenediger und per Wildkogelbahn hinauf zur Bergstation. Ein schöner Wanderweg mit weiten Ausbllcken ins Tal der Salzach und rund um den See bot sich an. Einige aus unserer Wandergruppe erklommen noch mit Wolfgang den Wildkogel und alle trafen sich später wieder in der Bergstation der Wildkogelbahn zur entspannten Einkehr. Nach der Rückkehr nach Bramberg planten einige der OWKler noch einen Besuch im sehr gut ausgestatteten Heimatmuseum. Da interessierten vor allem die Smaragdfunde und mehrere Filme, die die Mühsal der Smaragdsuche und die Freude über die gelungenen Funde zeigten.

Eine Greifvogelschau in Rauris stand am folgenden Tag als Erstes auf dem Tagesprogramm. Mit der Rauriser Hochalmbahn ging es zur Bergstation und nach kurzem Aufstieg erreichten wir die Greifvogelwarte. Im Rauriser Krumltal, dem Tal der Geier im Nationalpark Hohe Tauern, ziehen die Könige der Lüfte ihre Kreise: Steinadler, Gänsegeier und Bartgeier sind hier mit etwas Glück und Fernglas in freier Wildbahn zu beobachten. Und während der Greifvogelschau an der Hochalm kommt man Falken, Eulen und Adlern ganz nah. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Kitzlochklamm bei Taxenbach. Die Kitzlochklamm ist mit ihren aufragenden und zerklüfteten Felswänden sicherlich eine der eindrucksvollsten Klammen in der Region. Bei Superwetter kletterte der größte Teil der Gruppe die 537 Stufen durch die Klamm hinauf. Es war ein faszinierendes Erlebnis.

Am letzten Urlaubstag besuchten wir die Krimmler Wasserfälle. Sie sind die höchsten Wasserfälle Europas. Die Fallhöhe beträgt 380 m über 3 Kaskaden. Der Weg vom unteren bis zum oberen Fall beträgt 4 km. Es gab auch die Möglichkeit per Taxi nach oben oder nach unten zu fahren.

Hier waren für jeden der OWK-Wanderer vielfältige Erlebnisse parat: Die Ausstellung “Wasserwelten” im Center, ein Spaziergang zum unteren Teil des Wasserfalls, dort kann man auch einkehren oder sich nah am Wasserfall vom Sprühnebel für die freien Atemwege benetzen lassen. Natürlich nahmen die ausdauernden OWKler den ganzen Weg bis nach oben unter die Wanderschuhe. Wie immer waren die Urlaubstage viel zu schnell vorbei und die Erlebnisse werden nur noch schöne Erinnerungen bleiben.

Nach der Rückkehr ins Hotel Kaserer wurden wir mit einem guten, reichhaltigen Büfett verwöhnt. Heidrun Koch bedankte sich herzlich im Namen aller Reiseteilnehmer bei dem Ersten  Vorsitzenden des OWK, Fritz Walleczek, mit einem launigen Resümee über die vergangenen, erlebnisreichen Tage und mit dem Wunsch auf weitere tolle Wanderreisen mit ihm. Auch Wolfgang Mai, der die großen Wanderungen führte, erhielt ein Dankeschön.

Am Samstag Morgen nach dem Frühstück wurden die Koffer verladen und die Heimreise begann. Hier endete auch das schöne Wetter und es regnete etwas. Da fiel uns der Abschied nicht ganz so schwer. Nach einer langen Fahrt mit einigen Staus auf den Autobahnen hatte uns Viernheim gegen 18.30 wieder.

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