Wanderreise des Odenwaldklubs Viernheim nach Altenmarkt im Pongau in Österreich

Eine Reiseteilnehmerin berichtet:

Die letzte Reise des Jahres 2018 führte die Wanderer des OWK Viernheim nach Altenmarkt im Pongau. Am Morgen des 26. August startete der Bus der Firma Kollerer mit 51 erwartungsvollen Teilnehmern in Viernheim, um in den folgenden Tagen gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Die Gruppe erreichte nach einer entspannten Anfahrt über Stuttgart, München, Salzburg gegen 15 Uhr das Hotel „Das Urbisgut“ in Altenmarkt. Nach der üblichen herzlichen Begrüßung im Hotel und Zimmerverteilung wurde bis zum Abendessen schon mal die nähere Umgebung erkundet. Schon auf der Anreise fielen uns in Österreich die grünen, saftigen Wiesen und intakten Wälder auf. Auch der Mais auf den Feldern stand ziemlich hoch. Hier hatte es genügend geregnet und wir hatten noch die braungelben Rasenflächen und trockenen Landschaften unserer Heimat im Auge.
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Am nächsten Morgen herrschte Nebel und + 4°C. Doch Stunde um Stunde wich der Nebel und Sonnenstrahlen erwärmten die Luft, so daß der erste Wandertag gut starten konnte.

Per Bus ging es über Wagrain und Klein Arl in die Nähe des Jägersees. Er liegt auf einer Seehöhe von 1099 m. Dort boten sich verschieden lange Touren an. Ein Spaziergang rund um den See mit Ausblick auf die Radstädter Tauern und für unsere Gruppe der längeren Touren war dieser Tag richtig zum Einlaufen auf die Wanderwoche. Eine Einkehr in der Jägerseehütte durfte natürlich nicht fehlen.

Ziel des folgenden Tages war der Hausberg von Radstadt, der „Roßbrand“ mit einer Höhe von 1.768 m. Er zählt zu den schönsten Aussichtsbergen der Ostalpen, denn vom Gipfel hat man ein unvergleichbares 360°-Panorama auf nahezu 150 markante Alpengipfel: vom Dachstein im Norden, über Tennen- & Hagengebirge und Großglockner bis hin zu den Radstädter und Schladminger Tauern. Hier hatten alle OWKler die Qual der Wahl, welche Tour wohl die Richtige sei. Die Gruppe um Elke Heinig und Christa Maikis entschloß sich, den Abstieg nach Filzmoos zu starten, der etwa 3 Stunden dauern könnte. Die anderen bevorzugten einem Gipfelrundgang mit einigen  kleinen Ab- und Aufstiegen. Dabei wurden Heidelbeeren entdeckt und genascht. Eine Einkehr in der Roßbrandhütte durfte nicht fehlen ehe der Abstieg zum Busparkplatz begann. In Filzmoos erwarteten wir dann unsere Wanderer der großen Tour, die sich bei einer Rast unterwegs in der Mooshütte gestärkt hatten.

Am Mittwoch starteten wir mit unserem Bus, Fahrer Gerd und Reiseleiter Horst zu einer Fahrt durch das Salzachtal, Werfen, Pass Luegg, Golling, Hallein in das Salzkammergut.

In Fuschl am See ist das Hauptquartier von Red Bull, erklärte uns Reiseleiter Horst. Wir sahen imposante Gebäude und davor hat der Tiroler Künstler Jos Pirkler eine bronzene Bullen-Herde gestellt, die aus einem Gebäude heraus auf die Straße zu rasen schien. Das sieht alles sehr abweisend aus. Irgendwie passt dies nicht in die Landschaft um das Örtchen Fuschl am See. In St.Gilgen am Wolfgangsee wurde eine Pause eingelegt um ein Stück am See entlang zu gehen oder den Ort, an dem unser ehemaliger Bundeskanzler Helmut Kohl sehr oft seinen Familienurlaub verbrachte, zu erkunden.

Danach ging die Reise weiter entlang des Wolfgangsees nach St. Wolfgang. Auch hier gab es Freizeit, um den Ort zu erkunden. Kirche, das „Weiße Rössl“, ein Stück am See entlang und schon war es wieder Zeit, am Bus einzutreffen, um pünktlich zum Mittagessen in einem Lokal zu sein. Auf der Rückfahrt wurde noch am Gosausee Halt gemacht, der zum einem weiteren Spaziergang einlud. Ein fantastischer Blick über den See zum Dachsteingletscher (3.104 m) wurde uns geboten. Glasklar und oft bezeichnet als schönster Platz im Salzkammergut: der Gosausee mit Blick auf den Dachsteingletscher.

Der Prebersee, ein Moorsee (1.514 m) im idyllischen Lungau war das Ziel des folgenden Tages. Eine landschaftlich schöne Fahrt, vorbei an Unter-/Obertauern bis nach Tamsweg und zum Prebersee, machte den OWKlern Lust auf eine schöne Wandertour. Ein Moorlehrpfad rund um diesen geheimnisvollen See, am Fuße des Berges Preber (2.740 m), oder eine ausgedehntere Wanderung in die Berge standen zur Auswahl. In der Ludlalm trafen später alle wieder zusammen und zum Abschluß gab es noch einen Gewitterregen. Das traf die Gruppe nicht sehr, denn zufrieden mit dem Tag ging es per Bus wieder zurück ins Hotel. Dort spielte nach dem Abendessen das Duo „Hoamatgfühl“ zu einem unterhaltsamen Abend auf.

Schon war der letzte Wandertag angebrochen und da es nach Regen aussah, musste der ursprüngliche Plan geändert werden. So ging die Fahrt Richtung Golling ins Bluntautal, ein Naturschutzgebiet. Der Himmel war noch grau, aber gegen 11 Uhr verzogen sich die dicken Wolken und alle zusammen starteten zur Wanderung auf zuerst bequemen Wegen ins Tal hinein. Am Ende des Tales soll es einen Wasserfall geben. Aber da der Weg entlang des Bachs und über die nassen, schmalen Holzbrücken immer ungemütlicher wurde, war Umkehr angesagt. Denn der letzte Urlaubstag sollte ja nicht mit einem Unfall enden. So fuhren wir nach Golling, wo sich jeder noch einmal auf seine Art umsehen konnte. Zurück in Altenmarkt gab es noch genügend Zeit für kleinere Rundgänge oder Einkäufe.

Nach dem Abendessen bedankte sich Heidrun Koch im Namen aller Teilnehmer mit einem kurzen Rückblick auf die vergangenen, erlebnisreichen Tage bei Fritz Walleczek für die Planung und Durchführung dieser tollen Reise und den beiden Wanderführerinnen Christa und Elke für ihre sichere Wegeführung.

Sie sprach die Hoffnung auf weitere schöne Reisen im neuen Jahr aus.

Der Abschied am Samstag fand bei Regen statt und so fuhren wir gut gelaunt der Heimat entgegen.

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