vom 11. bis 17. Oktober 2015

OWK Viernheim wanderte auf Deutschlands größter Insel: Rügen
Eine Reiseteilnehmerin berichtet:

Die letzte Wanderreise 2015 führte die Teilnehmer nach Mecklenburg-Vorpommern nach Binz auf die Insel Rügen.
Nach einer langen Busfahrt und der Ankunft im Strandhotel Rugard konnten sich alle bei einem leckeren Abendessen wieder erholen.

Wanderung von Lietzow am großen Jasmunder Bodden zum Martinshafen

Am ersten Tage pünktlich 9.00 Uhr startete unser Bus zum Ausgangspunkt der Wanderungen. Wie bei jeder Wanderung des OWK stehen immer zwei Wanderungen mit unterschiedlichen Anforderungen zur Auswahl. Ausgangspunkt der Touren am ersten Tag war Lietzow am großen Jasmunder Bodden. Ein schöner Küstenwanderweg führte über Dünen und entlang von Kiefer- und Buchenwäldern am Bodden entlang zum Martinshafen. Plötzlich waren die Schreie der Kraniche zu hören, die auf dem Weg in ihre Winterquartiere in großen Scharen auf den abgeernteten Getreide- und Maisfeldern landeten und sich nach der Nahrungsaufnahme wieder in die Lüfte erhoben. Wir erfuhren, dass die Kraniche, auch „Vögel des Glücks“ genannt, regelmäßig an der Ostsee auch auf den Boddenwiesen Rast machen, um Energie zu tanken für die kräftezehrende Reise in den Süden. Das war ein großes Erlebnis, welches man nur aus Naturfilmen kennt. Nachdem beide Wandergruppen wieder am Bus zusammenfanden, ging es zurück zum Hotel.

Das Wanderziel des heutigen Tages war Kap Arkona

Am folgenden Morgen war der Himmel grau und es regnete. Das Wanderziel des Tages war Kap Arkona, der nördlichste Punkt der Insel. Der Bus brachte die Wanderer über Lietzow, Sagard, Glowe, Juliusruh zum Busparkplatz bei Putgarten. Mit einem Bähnchen ging es weiter zu dem kleinen Fischerdörfchen Vitt. Der Weg nach Kap Arkona führte an einer kleinen achteckigen Kapelle vorbei. Auch sie wurde wie der kleine der beiden Leuchttürme nach den Plänen von Baumeister Schinkel erbaut. Leider hatte die Fischräucherei in Vitt geschlossen, sodass uns vorerst der Genuss von frisch geräuchertem Fisch entging. Auf dem Küstenhochweg wanderten alle Kap Arkona entgegen. Viele Sehenswürdigkeiten erwarteten die Besucher, z.B. der Schinkelturm und der neue Leuchtturm. Im dritten Leuchtturm, der etwas abseits steht, hat ein Künstler sein Atelier eingerichtet. Auch hier sind Besucher willkommen. Der Regen hatte aufgehört, also wanderten einige noch ein Stück des Küstenweges entlang und zurück zum Ka,p hinunter zum Steinstrand vor der Steilküste. Das Bähnchen brachte uns dann wieder zum Busparkplatz. Zum Ende der Tour noch eine kurze Einkehr in „Karls Erlebnisdorf“. Da hätten viele gerne mehr Zeit verbracht.

Der Nationalpark Jasmund war das Ziel des neuen Tages.

Von Sassnitz aus folgten alle Reiseteilnehmer  dem Küstenhochweg auf teils anspruchsvollen Wegen entlang der Kreideküste (UNESCO-Welterbe) und durch alte Buchenwälder. Auch sie stehen auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Niemand konnte ahnen, dass ca. 380 Höhenmeter insgesamt zu bewältigen sind. An besonders steilen Hängen der Dünen waren Holztreppen gebaut die die Ab- und Aufstiege erleichterten. Durch die Stubbenkammer, die unmittelbare Umgebung des markanten Kreidefelsens, kommen wir zum berühmten Kreidefelsen Königstuhl. Vorher genießen alle noch den Ausblick von der Victoria-Sicht zum Königstuhl. Dort ist ein Nationalpark-Zentrum entstanden. Es bietet viele Informationen verschiedener Art über diese einmalige Landschaft. Die OWKler der großen Wanderung liefen noch bis nach Lohme. Dort holte der Bus die Wanderer ab und alle trafen am Nationalparkzentrum wieder zusammen. Danach gab es eine Einkehr zur Stärkung. Beide Wandergruppen haben viel Kraft und Energie in diese wunderbare Landschaft investiert und bestiegen zufrieden den Bus zur Heimfahrt nach Binz.

Von Sellin nach Binz

Eine weitere sehr schöne Wanderstrecke wurde für den Donnerstag ausgewählt. Der Bus brachte uns nach Sellin. Von da aus trennten sich wieder die Gruppen, um verschiedene Wege zurück nach Binz zu gehen. Natürlich wurde die bekannte schöne Seebrücke in Sellin besichtigt, wobei uns ein starker Wind ins Gesicht blies. Die kleine Wanderung spazierte von Sellin aus durch das Naturschutzgebiet Granitz (UNESCO Welterbe) über den Falkenberg zum Schwarzen See und zurück nach Sellin.
Im Bus wurde beschlossen, noch einen kurzen Ausflug zu „Karls Erlebnishof“ zu machen. Die große Wanderung versuchte am steinigen Strand von Sellin aus nach Binz zu kommen. Da das Steinelaufen mühsam wurde, mußte ein Pfad nach oben zum Hochuferweg gefunden werden. Nachdem eine passende Stelle gefunden war und unsere Scouts das O.K. gaben, wurde mit deren Hilfestellung die Düne erklommen und der Weg nach Binz oben gemütlich fortgesetzt. Dieser Weg ging dann kurz vor Binz in die Strandpromenade über, die auch an unserem Hotel vorbei führte.
Dieser letzte gemeinsame Wandertag war, wie die anderen Tage zuvor, erlebnisreich und wunderbar.

Der letzte Urlaubstag

Der letzte Urlaubstag war nicht verplant, jeder konnte sich sein Ziel bzw. seine Unternehmungen aussuchen. Einige fuhren mit dem Linienbus zum Schloß Granitz, oder zum "Koloss von Prora", (ein 4,5 km langer Gebäudekomplex aus fünfstöckigen Betonbauten. Er wurde von den Nazis als Kraft-durch-Freude-Seebad (KdF) gebaut, aber nie fertiggestellt). Weiter bot sich ein Spaziergang zum Schmachter See oder die Binzer Einkaufsmeile mit Cafés und Restaurants zur Einkehr an. Da es dauernd etwas regnete, blieben auch einige im Hotel und genossen die schöne Badelandschaft.
Samstag war Abreisetag und diese erlebnisreichen Tage auf Rügen sind Erinnerung. Wie immer bedankten wir uns herzlich bei Fritz Walleczek für die Planung und Durchführung dieser tollen Reise, sowie bei Wolfgang und Elke für die Führung der „Großen Wanderungen“, und unserem Busfahrer Thomas, der uns auf der ganzen Reise sicher chauffierte und auch mit verschiedenen Getränken und Mittags-Snacks sehr gut versorgte.

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